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Die Aconcagua Expedition 2012 ist vorbei. Peter Spielmann, Martin Leitner, Bernhard Land und Karlheinz Grübler sind wieder wohlbehalten in der Heimat angelangt. Ziel war es über die sogenannte "Polenroute" den Gipfel des Aconcaguas zu erreichen. Dabei musste man das Basislager "Argentina" in einem dreitägigen Fußmarsch erreichen. Das war dann der Ausgangspunkt für die Polenroute. Für die Polenroute wären zwei bis drei Hochlager notwendig gewesen. Leider war für uns ziemlich rasch klar, dass die Polenroute nicht machbar war. Es war zuviel Schnee am steilen Gletscher, was die Lawinen- und Spaltengefahr zu groß machte und jeder von einer Begehung abriet. Schnell war eine Ausweichroute gefunden. Die "falsche Polenroute" oder auch "Polish traverse" genannt. Aber auch hier machten uns die täglichen, abendlichen Schneefälle am Berg einen Strich durch die Rechnung. Eigentlich sollten wir in der besten Saison am Berg sein, mit den wenigsten Niederschlägen, aber so ist das Wetter nun mal. Man kann es sich, zum Glück, nicht aussuchen. Wieder war schnell eine neue Route gefunden. Eine Querung rund um den halben Berg auf die Normalroute. Problem war nun, dass wir mehr Hochlager benötigten und einen wesentlich weiteren Weg zu gehen hatten. Leider begann es dann im Hochlager 3 (5600m) in der Nacht wieder zu schneien und zu stürmen. Wir sahen unsere einzige Chance in einem sehr frühen Aufbruch und einem verwegenen Gipfelsturm. Um 03:00 Uhr ging es los in Richtung Gipfel. Die Nacht war wieder klar und kalt. Unsere Verfassung war ausgezeichnet. Wegen des relativ vielen Schnees mussten wir Spuren und uns einen eigenen Weg suchen, was bei Dunkelheit nicht ganz einfach war. Bei Anbruch des Tages auf ca. 6000m wurden wir im steilen Gelände wegen Lawinengefahr (Schneebrettabgang) und unklarem Weg zum Umkehren gezwungen. Ein weiterer Versuch war uns leider aus Zeitmangel nicht mehr möglich. Für eine Beruhigung der Situation hätten wir ca. 2 Tage warten müssen, der Abstieg vom Gipfel hätte noch ein Zwischenlager erfordert und der Marsch nach Punta de Vacas nochmals zwei Tage. Als wir erkannten, dass der Berg nicht mehr möglich war, machten wir das Beste draus und schauten, dass wir so schnell wie möglich nach Mendoza zurück kamen. Von dort ging es dann im Fluge nach Buenos Aires, wo wir zwei Tag City-Kultur (Essen, Trinken, Party) hatten. Von dort reisten wir anschließend über Madrid zurück in die Heimat, wo jeder gesund und munter wieder ankam. Alles in allem eine super tolle Reise, die man nur empfehlen kann! Bilder in der Galerie! |